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Aufzucht A. rejectus

Hier geht es um die Haltung und Zucht von Anolis.
Auch Lebensweise der verschiedenen Arten im Habitat, bzw. Diskussionen über das Habitat selbst sind hier erwünscht, sowie alles andere rund um Anolis.

Moderatoren: Horst, saumfinger, Timo

Aufzucht A. rejectus

Beitragvon knabber0815 am So 05. Sep. 2010 11::50

Hallo,
ich war recht glücklich als ich bei meinen rejectus Jungtiere aus dem Terrarium pflücken konnte. Recht fragil aber fit und sie gingen auch ans Futter ran und wuchsen. Leider fielen alle 3 Tiere nacheinander aus - bei den kleineren könnte ich noch davon ausgehen das das grössere Jungtier sie unterdrückt hat, sassen sie immer recht nah beieinander und interagierten mit nicken. Bei dem letzten schon etwas gewachsenen Tier wusste ich allerdings nicht warum.
Ich habe die Tiere bewusst nicht in kleinere Aufzuchtbecken getan, da ich bei der Hitzeperiode mit anschliessend teilweise grösseren Tempstürzen etwas Probleme hatte die Temperaturen im Rahmen zu halten.
Die Jungtiere sind daher in ein 60 65 50 er Terrarium gewandert mit entsprechender Futterdichte. Lf in etwa wie bei den Aduldis, ich messe nicht mehr sie dürften erfahrungsgemäss derzeit zwischen 65% und über 90 in der Nacht liegen, in der nähe der Gaze entsprechend weniger. Im Unterschied zum Elternbecken steht dieses Becken eine Regaletage höher und ist entsprechend ein paar ° wärmer - zwischen 25 und 30° im Tagesverlauf und Nachts je nach Aussentemp 20-24° Bei den Eltern ist ein Halogenspot über dem Becken, bei diesem Becken fehlte dieser - im oberen Bereich unter den T5 Röhren sind allerdings auch temp jenseits der 30
Als Futter gab es Drosophila klein bestäubt mit Herpetal Complete und Mineral, Springschwänze klein und gross und kleine Ofenfischchen. Dürften die ersten Gelege der Tiere sein. Wasser stand den Tieren duch 3 mal tägliches Sprühen zur Verfügung - ich konnte ein Tier trinken beobachten.
Jemand eine Idee woran ich schrauben könnte?


schöne Grüsse
Dirk
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Horst am So 05. Sep. 2010 16::57

Hallo Dirk,

von den einzigen beiden A. semilineatus die ich nachziehen konnte, kippte eines auch nach wenigen Wochen. Die Versorgung mit Vitaminen erwies sich als etwas problematisch, da die Tiere recht scheu waren und auch nicht direkt auf die Futtertiere losgingen. Das 2.te habe ich in unendlicher Mühe mit Tröpfen von Vitamin-/Mineralpulver-Aufschlämmung durchbekommen...

beste Grüße
Horst
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon knabber0815 am So 05. Sep. 2010 18::05

Ja direkt auf die Futtertiere sind sie nicht wirklich losgegangen, ich werde das nächste mal versuchen die Fliegen mit etwas konzentrierten vit zu laden.
Weisst du ob die Tiere grundsäztlich nicht kanibalistisch sind, sprich die Jungtiere nicht von den Eltern gefressen werden? In dem Falle würde ich die nächsten Tiere im Becken lassen - umzug ist ja auch immer Stress fürs Imunsystem...

schöne Grüsse
Dirk
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Uwe am So 05. Sep. 2010 18::26

hi Dirk,

denke eher hat was mit Aufzuchtbeckengröße und den Temperaturen ( zu hoch ) zu tun.

Vielleicht sagt Axel ja was dazu, da ich, als leider nur Männchenhalter, nix zu der Art sagen kann....

uwe
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Horst am So 05. Sep. 2010 19::23

Zu hohe Temperaturen kamen mir auch in den Sinn...


Gruß
Horst
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Axel am Mo 06. Sep. 2010 19::18

Hallo Dirk,

alle Ursachen für ein Nichtgelingen aus der Ferne opjektiv beurteilen zu können, ist so eine Sache. Grundsätzlich ist A. rejectus keine Problemart, wenn man folgende Ratschläge beachtet. Ich ziehe alle echten Gras-Anolis (momentan A. semilineatus,A. rejectus, A. alutaceus) mit der Pinzette auf. Das geht auch bei Schlüpflingen. Damit kann man genau kontrollieren, ob alle Insassen in einem Terrarium etwas bekommen. Auch ein Zuviel an Nahrung ist denkbar ungünstig. Gerade auch zu viele Drosophila sind nicht optimal. Wenn jedes Jungtier pro Tag eine entsprechende Grille oder Raupe verfüttert bekommt, dann sollte der Aufzucht nichts im Wege stehen. Bei dieser aufwendigen Methode lässt sich auch sehr gut die Mineralstoff- und Vitamingabe kontrollieren. Bis zu einem gewissen Grad kann man so mehrere Jungtiere - auch mit geringfügigem Größenunterschied - problemlos aufziehen. Gerade A. rejectus setzt sich bei mir z. B. sogar gegen gleichgroße A. distichus, A. bahorucoensis, A. angusticeps oder A. aliniger durch. Wichtig erscheinen hier nur dünnste Zweige, die förmlich von den Gras-Anolis besetzt werden. Auch die Temperatur ist nicht so sehr das Problem. In diesem Sommer hatte ich auch 32°C Spitzenwerte im Zimmer. Eine ausreichende Feuchtigkeit ist wahrscheinlich viel wichtiger. Beobachtungen im Biotop bestätigen ein heliothermes Verhalten; A. rejectus noch mehr als A. alutaceus. Ich verwende mit Erfolg normale Glühlampen, die den Vorteil der intensiven Strahlung im ultrarotem Bereich haben, der sozusagen unter die Haut geht. Auch wenn das für einige Liebhaber nicht mehr zeitgemäß erscheint, sprechen die Tatsachen für sich. Hier kommt es auf kleinflächige Bereiche an, die zum einen als Wärmeplatz von den Tieren genutzt werden und zum anderen trockenere Bereiche schaffen, ohne großräumig den feuchten Bereich im Terrarium zu sehr aufzuwärmen. Das geht dann auch mit kleinen Terrarien. Im Sommer reichen 8 Watt-Lampen, die im Winter gegen 15 Watt-Lampen ausgetauscht werden. Bei A. rejectus konnte ich somit von 2008 bis jetzt die F3 erreichen.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben und wünsche weiterhin viel Erfolg mit diesen Zwergen, damit sie uns nicht verloren gehen,
Axel
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon knabber0815 am Mi 08. Sep. 2010 19::20

Hallo Leute,

herzlichen Dank für eure Infos.
Bei dem nächsten gefundenen Schlüpfling werde ich mal versuchen anders aufzuziehen.

schöne Grüsse
Dirk
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Iris am Mi 08. Sep. 2010 21::51

Hallo,

wie ich Dirk schon mitgeteilt habe, gibt es Untersuchungen zum Verfüttern von Drosophila. Diese Futtertierart enthält einen nicht unbeträchlichen Anteil an Hefepilzen. Insbesondere die Auswirkung dieser Pilze auf Gecko-Nachzuchten wurde untersucht.

Ein bisher noch nicht veröffentliches Ergebnis ist, dass der Verdauungstrakt der neugeborenen Geckos mit den Pilzen nicht zurecht kommt. Da ich Drosophila wegen der Geruchsbelästigung sowieso nicht mag verfüttere ich Springschwänze, kleine weiße Asseln oder frisch geschlüpfte Heimchen an die Nachzuchten.

Ich habe auch von Anolis rejectus noch kein Jungtier verloren.

Vielleicht liegt es daran.

Grüße Iris
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Nobi am Do 09. Sep. 2010 6::24

Ein Freund der viele Zwerggeckos und Phelsumen hält hat mir das mit den Drosophilas auch schon berichtet und vermutet es als Ursache, dass es viele Schlüpflinge nicht packen.
Viele Grüße
Norbert

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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Horst am Do 09. Sep. 2010 10::56

Ein großteil meines Schlüpflingfutters machen Erbsenblattläuse aus...


Gruß
Horst
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Re: Aufzucht A. rejectus

Beitragvon Nobi am Fr 10. Sep. 2010 6::16

Ja, die sind super. Hatte ich einst von Iris welche bekommen, das ging echt gut bei meinen Anolis roquet roquet.
Viele Grüße
Norbert

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